Die spirituelle Ahnenarbeit und die systemischen Aufstellungsarbeit ähneln einander auf den ersten Blick, und doch gibt es auch gravierende Unterschiede. Wer meinen Artikel „Schamanismus vs. systemische Arbeit“ gelesen hat, wird verstehen wovon ich spreche.

Wir werden ein Vorgespräch führen. Du erzählst mir worum es geht. Was Du mitbringst, verändern, integrieren oder an Deine Ahnen zurückgeben willst. Gemeinsam formulieren wir einen Satz, der die Aufstellung kanalisiert, als roter Faden dient und zu dem gewünschten Ziel führt. Fragen wie „Warum finde ich keinen Mann?“ führen zu keinem Ergebnis. Die Frage ist doch, was hinter Deinem Wunsch steht einen Mann zu finden und was es wirklich braucht um diese Sehnsucht hinter Deinem Wunsch zu stillen. Erst wenn Du heil bist, wirst Du dem richtigen Mann begegnen.

Und nun zur eigentlichen Arbeit.
Zunächst werden vier bis sieben Generationen aufgestellt – ob mit Menschen oder Bodenankern spielt dabei im Prinzip keine Rolle. Ich arbeite jedoch mit Bodenankern. Die betreffende Person hält nun ein Stück Holz oder einem Tannenzapfen in der einen Hand und einen Kristall in der anderen. Von ihrem Platz aus geht sie zur nächsten Generation zurück – zu Vater oder Mutter. Dort nimmt sie sich die Zeit sich einzufühlen und all das zu erspüren, was nicht nährend war. Ist die Essenz dessen erfasst und verinnerlicht, wird sie in das Holz oder in den Tannenzapfen geblasen.

So wandert die Person Schritt für Schritt weiter zurück durch die Generationen, bis sie an jener Generation ankommt, die mitteilt: „Hier gibt es heute für Dich nichts mehr aufzulösen“.

Dann wendet sich das Blatt. Der Weg führt nun wieder vorwärts. Bei jedem Ahnen wird erneut inne gehalten und in sich hinein gespürt – dieses mal jedoch auf der Suche nach allem was nährt und stärkt. Wurde diese nährende Essenz entdeckt wird sie in den Kristall geblasen.

Zurück am Ausgangspunkt, am eigenen Platz angekommen, verneigt sich die Person demütig vor der Ahnenreihe und spricht ihren Dank aus.

Das Holz, nun voll von allem was nicht nährt und nicht mehr dazu gehört, darf verbrannt oder an einem Kraftort in der Erde vergraben werden. Dabei wird das Feuer oder Mutter Erde um Transformation und Heilung gebeten. Der Kristall hingegen wird an einem geschützten Ort aufbewahrt oder bei sich getragen – als Quelle der Kraft, aus der jederzeit geschöpft werden kann.
Veränderung entsteht, wenn wir aufhören das Leben unserer Vorfahren zu leben und beginnen unser eigenes Leben zu leben.