Systemische Einzelaufstellungen

Alles ist mit allem verbunden, jede Seele ist mit allen anderen Seelen verbunden. Ändere ich mich oder ändere ich etwas in meinem direkten System, ändert sich auch etwas im Großen und Ganzen.

Kennst Du die Geschichte der Nornen? Drei Frauen – Urd (Schicksal), Verdandi (Das Werdende) und Skuld (das, was sein soll) -wohnen an der Wurzel der Weltenesche Yggdrasils, an der Urdquelle. Die Quelle des Schicksals. Dort weben sie die Lebensfäden jedes einzelnen Menschen und auch die der Götter. Alle Lebensfäden sind zu einem Teppich verwoben. Dadurch sind alle Lebensfäden auf die ein oder andere Art miteinander verbunden. Ändere ich nun etwas an einem Lebensfaden innerhalb dieses Teppichs, hat das Einfluss auf alle anderen Fäden und auf den Teppich selbst. Wir alle sind Teil dieses großen Gewebes.

In meinem Erleben ist Aufstellungsarbeit auch Ahnenarbeit – das Würdigen, Verstehen und Lösen dessen, was durch Generationen weitergegeben wurde. Es braucht den Mut achtsam hinzuschauen, Gegebenes anzunehmen und den Ahnen Achtung und Respekt zu erweisen. Viele Themen verlieren dadurch ihre Macht und dürfen in Frieden gehen.

Verschiedene Methoden der Systemische Einzelaufstellungen

Die Aufstellungsarbeit ist eine kraftvolle Methode zur Visualisierung von Beziehungssystemen aller Art und inneren Prozessen. Wir dürfen verborgene Muster, Strukturen und Gefühle erkennen und erleben. Wir können Blockaden und Verstrickungen lösen. Lebens- und Lösungswege werden erfahrbar. Wir arbeiten je nach Thema und Fragestellung mit:

  • Systembrett
  • Bodenankern
  • Stift und Papier
  • Stühle und anderen Platzhaltern

Es gibt viele unterschiedliche familienbezogene Themen.
Wie bei den Glaubenssätzen gibt es auch hier Themen die in Worte gefasst werden und welche die nur nonverbaler Ebene erkannt werden können.

Beispiele hierfür

  • „Ich habe das Gefühl das „Thema“ gehört gar nicht zu mir.“
  • „Manchmal reagiere ich so, wie meine Mutter/Vater reagieren würden und das bin ich gar nicht.“
  • „Meine Mutter sagt immer ich würde in Stresssituationen wie mein Opa reagieren.“
  • „Ich bin immer traurig und weiß gar nicht warum.“
  • Der Klient muss während der Arbeit weinen, lachen, fühlt Wut oder Freude, usw…
  • Es treten in Bezug auf bestimmte Menschen bestimmte Symptome auf – Schmerzen in den Beinen, Herzschmerzen, Atemprobleme und vieles mehr.
  • Es treten ähnliche Muster über Generationen hinweg auf – Arbeitslosigkeit, Alkoholismus, den Job wichtiger nehmen als die Familie, Unabhängigkeitsbestrebungen, Ängste und vieles mehr.
  • Kriegserleben und Vertreibung kann auch in den nachfolgenden Generationen dazu führen, dass man sich wurzellos fühlt oder nirgendwo zu Hause.
  • Auch frühe Tode von Kindern, Schwangerschaftsabbrüche, ungewollte Schwangerschaften, Kinder die zur Adoption frei gegeben werden und Fehlgeburten können sich generational wiederholen.
  • Familiengeheimnisse und Dinge die nicht gesagt werden dürfen haben zukunftsweisende Folgen
  • Ebenso können sich häufige Trennungen und Scheidungen, wechselnde Beziehungen, unglückliche Beziehungen und Beziehungen mit großem Altersunterschied wiederholen.
  • Glaubenssätze und Lebenseinstellungen werden weitergegeben
  • Geschlechtliches Rollenverständnis, Zuschreibungen und spezifische Aufgaben können sich verfestigen.